Elektrisch mobil in Oldenburg

Allgemeines zur Elektromobilität

Unter Elektromobilität versteht man den Teil der Mobilität, für den elektrische Energie genutzt wird. Im weiteren Sinne sind dies sowohl Eisenbahnfahrten, Transporte mit einem elektrischen Gabelstapler, als auch elektrisch unterstützte Fahrräder (Pedelecs), Mopeds, Tretroller (E-Scooter) und so weiter. Im heutigen Kontext stehen in der Regel aber elektrisch angetriebene Pkw im Fokus. Hierunter fallen neben rein batterieelektrischen Fahrzeugen und (Plug-in-) Hybridfahrzeugen auch Brennstoffzellenfahrzeuge ».

Vorrangiges Ziel der Stadt ist es, dass im Rahmen der Umsetzung ihres bereits in Fortschreibung begriffenen Strategieplans Mobilität und Verkehr 2025 », durch Schaffung von Anreizen, den Anteil des Kraftfahrzeugverkehrs, insbesondere auf Kurzstrecken, auf andere Verkehrsmittel, vor allem auf das Fahrrad und den ÖPNV, zu verlagern.

Die Elektromobilität ergänzt die vier Säulen, bestehend aus Fahren mit Bus und Fahrrad, dem Nutzen von Sharingangeboten und dem Zufußgehen, als ein zusätzliches Mittel eines umfassenden und umweltgerechten Mobilitätsangebots.

Der einfache eins zu eins Austausch des Fahrzeugmotors schafft keine verkehrsentlastende Wirkung. Vielmehr gilt es den Umbruch beim Fahrzeugantrieb, im Zuge eines Mobilitätsmanagements zu nutzen, um den Bedarf an eigenen Fahrzeugen in den Haushalten, der kommunalen Flotte, als auch im Gewerbe zu senken.

Förderung Elektromobilität in Oldenburg

Die Stadt Oldenburg begrüßt und fördert in vielerlei Hinsicht eine nachhaltige und stadtverträgliche Mobilität (Radverkehr, ÖPNV-Nutzung, fußläufiger Verkehr), hier wurden und werden unter anderem für den starken und besonders umweltfreundlichen Radverkehr viele öffentliche Maßnahmen umgesetzt, so zum Beispiel die Planung und Umsetzung von Premiumrouten für den Alltagsradverkehr, der Ausbau und die Sanierung der Radwegeinfrastruktur sowie der Neubau und die Erweiterung von Radabstellanlagen. Zudem können Anbieterinnen und Anbieter von Carsharingangeboten in Oldenburg » eine erhöhte städtische Förderung für Elektroantriebe beantragen. Auf lokaler Ebene und dem Bedarf angepasst fördert die elektrisch unterstützte Fortbewegung ein lebenswertes Stadtklima.

Auch zum Thema Elektromobilität sieht die Stadt Handlungsbedarf, entsprechende Zielsetzungen greift unter anderem der Green City Plan » auf. Beispielsweise werden im Stadtgebiet zahlreiche Lademöglichkeiten für Elektroautos durch unterschiedliche Anbieterinnen und Anbieter realisiert, häufig mit Zustimmung der Stadt auf öffentlichen Flächen. Weiterhin werden die über das Sofortprogramm Saubere Luft 2017 bis 2020 des Bundes » geförderten gewerbliche Initiativen zur Beschaffung von Elektrofahrzeugen und zum Aufbau einer zugehörigen Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet von der Stadt unterstützt.

Private Investitionen werden hingegen seitens der Stadt Oldenburg nicht extra gefördert. Wir sind Ihnen aber behilflich bei der Förderprogrammrecherche.

Um ein anspruchsgerechtes und koordiniertes Vorgehen sicherzustellen, wurde ebenfalls ein umfangreiches Elektromobilitätskonzept für das Stadtgebiet » beauftragt.

Unabhängig von der städtischen Förderung bietet die Innovationzentrum Niedersachsen GmbH » über ihr Netzwerk Mobilität Niedersachsen eine auf das Land bezogene aktuelle Förderdatenbank für alle Nutzerinnen und Nutzer zu allen Teilthemen der Elektromobilität an ».

Zulassungen von Elektrofahrzeugen und Ladevorgänge in Oldenburg

In Oldenburg waren zum 1. Januar 2019 laut Kraftfahrtbundesamt 87.801 Personenkraftwagen zugelassen. Auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner in Oldenburg kommen somit 525 Autos. Im Vergleich zu anderen deutschen Städten ist dies ein niedriger Wert. Mit 171, meist von Firmen zugelassenen Personenkraftwagen, liegt der Anteil der batterieelektrischen Autos in Oldenburg derzeit bei unter 1 Prozent. Die Zulassungsrate steigt jedoch im Vergleich zum Vorjahresstichtag um rund 60 Prozent.

Das spiegelt sich auch in der Anzahl an öffentlichen Ladesäulen und den dortigen Ladevorgängen wieder, die deutlich steigen.

Die folgenden Zahlen beziehen sich allein auf öffentliche/halböffentliche Ladesäulen, die von der EWE Vertrieb GmbH betrieben werden, sind aber exemplarisch für die Gesamtentwicklung:

Gab es 2017 noch 18 öffentliche Ladesäulen in Oldenburg waren es im abgelaufenen Jahr 2019 mit 28 Stück rund ein Drittel mehr. Die Anzahl an Ladevorgängen hat sich zwischen 2017 und 2019 mehr als verdreifacht. Wurden 2017 insgesamt 6.500 Ladevorgänge erfasst, waren es Ende 2019 bereits circa 19.900 Ladevorgänge. Erneuerbaren Energien unterstützen die saubere Eingliederung von Elektromobilität. Obwohl Ende 2019 fast 300.000 Kilowattstunden (vergleiche 178.000 Kilowattstunden Ende 2018 und 86.000 Kilowattstunden in 2017) verbraucht wurden, beeinträchtigt dies nicht das lokale Bestreben der Stadt nach Klimaneutralität.

Über die aktuellen Standorte und die derzeitige Belegung der öffentlichen Ladepunkte in Oldenburg können Sie sich hier informieren »

Sie haben Fragen rund um das Thema Elektromobilität in Oldenburg?

Bei Interesse an einem persönlichen Gespräch zum Thema setzen Sie sich bitte mit dem Fachdienst Verkehrsplanung der Stadt Oldenburg in Verbindung:

Industriestraße 1g
26121 Oldenburg

Karsten Everth, Telefon: 0441 235-4625, E-Mail: karsten.everth(at)stadt-oldenburg.de
Dörthe Johannes, Telefon: 0441 235-3689, E-Mail: doerthe.johannes(at)stadt-oldenburg.de